»Alles, was du aus dem Sommerurlaub über Hotels und Sardinien weißt, ist für die Katz‘.«
Auszug aus dem Reisebuch, Seite 240

Weihnachten. Einkehr. Besinnlichkeit. Stille. Das hat für viele Touristen so wenig mit Sardinien zu tun, wie Fischbrötchen mit ner Skihütte. Und doch ist es das, was Sardinien im Dezember ausmacht. Nicht das Fischbrötchen, sondern die Ruhe.
Wenn du jemals zur Ruhe kommen wolltest, eine Auszeit brauchtest, über irgendetwas völlig unbeeindruckt nachdenken wolltest – hier ist Raum und Zeit. So viel, dass du vielleicht sogar Schwierigkeiten hast, ihn auszufüllen.
Im Dezember ist eigentlich auch noch Herbst, und die Sonne lässt sich noch oft blicken. Tut sie das nicht, wird es auch an den Küsten empfindlich kalt.
Im lokalen Sprachgebraucht nennt man den Dezember auch mese de ìdas, was auf das indo-europäische Wort idh oder edhas für Brennholz zurückgeführt werden könnte. Das deutet auf die wärmenden Feuer hin, die allenorts in den Kaminen der Häuser entzündet werden, um Wärme und Licht zu spenden.

